Trockeneisverfahren
Hartnäckige Verschmutzungen entfernen, ohne Wasser und zusätzliche Strahlmittelrückstände
Trockeneisverfahren ermöglichen die trockene und materialschonende Reinigung von Maschinen, Anlagen und technischen Oberflächen. Beim Trockeneisstrahlen werden CO₂-Pellets mit Druckluft auf Verschmutzungen gestrahlt. Öle, Fette, Harze, Klebstoff- und Produktionsrückstände können so entfernt werden – ohne Reinigungswasser und ohne zusätzliche Strahlmittelrückstände.
Mit dem Trockeneisverfahren bietet KAWASCH eine trockene und gezielt einsetzbare Reinigungsmethode für anspruchsvolle industrielle Anwendungen.
Wie können hartnäckige Verschmutzungen schonend entfernt werden?
Ihre Maschine muss gereinigt werden, aber Wasser kommt nicht infrage? Verschmutzungen sitzen in schwer zugänglichen Bereichen? Oder Sie möchten vermeiden, dass nach der Reinigung Sand, Granulat oder andere Strahlmittel zurückbleiben?
Typische Herausforderungen unserer Kunden sind:
- hartnäckige Öl-, Wachs-, Fett- Harz, Klebstoff- oder Produktionsrückstände
- entfernen von oberflächlichen Korrosions- und Schmutzablagerungen
- verschmutzte Maschinen, Formen oder Werkzeuge
- sensible technische Komponenten
- schwer zugängliche Maschinenbereiche
- entfernen von Schmauch- und Verbrennungsrückständen
- Bereiche, in denen Feuchtigkeit vermieden werden soll
- hoher Aufwand durch Demontage und Nachreinigung
- unnötig lange Maschinenstillstände
Genau für solche Aufgaben kann die Trockeneisreinigung eine interessante Lösung sein. Ob und mit welchen Parametern das Verfahren eingesetzt werden kann, hängt jedoch immer von Untergrund, Haftung, Material und Stärke der Ablagerung ab. Besonders bei empfindlichen Oberflächen empfiehlt sich deshalb eine vorherige Prüfung, um eine materialschonende und zugleich wirksame Reinigung sicherzustellen.
Wann ist Trockeneisreinigung die richtige Lösung?
Die Trockeneisreinigung, auch Trockeneisstrahlen genannt, ist ein trockenes Druckluftstrahlverfahren zur professionellen Reinigung von Maschinen, Anlagen und Oberflächen. Dabei werden feste CO₂-Pellets mit Druckluft beschleunigt und gezielt auf die verschmutzte Oberfläche gestrahlt.
Anders als bei vielen klassischen Strahlverfahren bleibt dabei kein zusätzliches Strahlmittel auf der gereinigten Fläche zurück: Das Trockeneis geht beim Auftreffen direkt vom festen in den gasförmigen Zustand über. Zurück bleiben im Wesentlichen nur die abgelösten Verschmutzungen.
Das macht das Trockeneisverfahren besonders interessant, wenn Wasser, Feuchtigkeit oder chemische Reinigungsmittel unerwünscht sind, Maschinen möglichst am Einsatzort gereinigt werden sollen oder aufwendige Demontagearbeiten vermieden werden müssen.
Welchen Nutzen bringt das Trockeneisverfahren?
- Trocken reinigen: Das Verfahren kommt ohne zusätzliches Reinigungswasser aus und eignet sich dadurch besonders für technische Bereiche, in denen Feuchtigkeit problematisch ist.
- Weniger Rückstände: Das Trockeneis sublimiert nach dem Auftreffen. Es bleiben keine Sand-, Glas- oder Granulatreste des Strahlmediums zurück.
- Weniger Nachreinigung: Nach der Anwendung müssen in erster Linie die gelösten Verschmutzungen entfernt werden.
- Schwer zugängliche Bereiche erreichen: Mit passenden Düsen können auch komplexe Geometrien, Zwischenräume und schwer erreichbare Maschinenbereiche bearbeitet werden.
- Oberflächen gezielt reinigen: Das Verfahren ist im Vergleich zu vielen klassischen Strahlverfahren nur gering abrasiv und kann deshalb für zahlreiche technische Oberflächen interessant sein.
- Stillstandszeiten: reduzieren Abhängig von Maschine und Anwendung kann weniger Demontage, Trocknung und Nachreinigung erforderlich sein.
Wie funktioniert das Trockeneisverfahren?
1. CO₂-Pellets werden beschleunigt
Kleine Trockeneispellets aus festem Kohlendioxid mit einer Temperatur von etwa −78 °C werden mithilfe trockener, ölfreier Druckluft auf die verschmutzte Oberfläche gestrahlt.
2. Die Verschmutzung wird gelöst
Durch die Kombination aus Aufprall und starker Abkühlung kann die Schmutzschicht spröde werden. Zwischen Verschmutzung und Untergrund entstehen Spannungen, durch die sich Ablagerungen, Fette, Produktionsrückstände oder andere Verunreinigungen leichter vom Untergrund lösen.
3. Das Trockeneis sublimiert
Beim Auftreffen geht das feste CO₂ unmittelbar in den gasförmigen Zustand über und vergrößert dabei sein Volumen stark. Dieser Effekt unterstützt das Ablösen der Verschmutzungen.
4. Die gelösten Rückstände werden entfernt
Da sich die Trockeneispellets vollständig verflüchtigen, entsteht kein zusätzliches Strahlmittel, das anschließend beseitigt werden muss. Entfernt werden müssen lediglich die gelösten Verschmutzungen.
Technische Daten im Überblick
Verfahren: Trockeneisstrahlen / Trockeneisreinigung
Strahlmittel: festes Kohlendioxid (CO₂)
Temperatur: ca. −78 °C
Reinigungsprinzip: Druckluft, kinetische Wirkung, Abkühlung und Sublimation
Wasser erforderlich: nein
Chemische Reinigungsmittel: in der Regel nicht erforderlich
Strahlmittelrückstände: keine
Mobiler Einsatz: möglich
Typische Anwendung: Maschinen, Anlagen, Produktionsbereiche und technische Bauteile
Besonderer Vorteil: trockene Reinigung mit geringem zusätzlichem Reinigungsaufwand
Wann ist Trockeneisreinigung sinnvoll – und wann nicht?
Vorteile
Trockenes Reinigungsverfahren
Es wird kein Reinigungswasser benötigt. Das ist insbesondere bei Maschinen, technischen Anlagen und Bereichen interessant, in denen Feuchtigkeit problematisch ist.
Keine zusätzlichen Strahlmittelrückstände
Die CO₂-Pellets sublimieren beim Einsatz. Anders als beispielsweise bei Sand oder anderen festen Strahlmitteln muss daher kein verbrauchtes Strahlmedium entsorgt werden.
Reinigung ohne zusätzliche Chemikalien
Bei vielen Anwendungen können Verschmutzungen ohne klassische chemische Reinigungsmittel gelöst werden.
Grenzen
Nicht jede Verschmutzung und nicht jeder Untergrund ist gleichermaßen für Trockeneisstrahlen geeignet. Sehr fest verbundene Beschichtungen, starke Korrosion oder besonders empfindliche Materialien können andere Verfahren oder angepasste Einstellungen erforderlich machen.
Entscheidend sind deshalb Verschmutzungsart, Oberfläche, Bauteilgeometrie und gewünschtes Reinigungsergebnis.
Anwendungsbereiche nach Branchen
Gebäudetechnik und technische Anlagen
Gezielte Reinigung geeigneter technischer Komponenten, bei denen Wasser oder zusätzliche Strahlmittel vermieden werden sollen.
Industrie und Maschinenbau
Reinigung von Produktionsanlagen, Maschinen, Werkzeugen und Bauteilen von Öl, Fett, Ablagerungen und Produktionsrückständen.
Kunststoff- und Spritzgussindustrie
Entfernung von Trennmitteln und Produktionsrückständen an Formen und Werkzeugen.
Automotive
Reinigung von Produktionsanlagen, Werkzeugen und geeigneten technischen Komponenten.
Druck- und Verpackungsindustrie
Entfernung von Farb-, Klebstoff- und weiteren Produktionsrückständen.
Weitere industrielle Anwendungen
Überall dort, wo anspruchsvolle Verschmutzungen entfernt werden müssen und eine trockene Reinigung Vorteile bietet, kann das Trockeneisverfahren interessant sein.
Ist Trockeneis für Ihre Aufgabe die richtige Lösung?
Sie müssen nicht selbst beurteilen, welches Verfahren geeignet ist.
Schicken Sie uns einfach ein Foto, eine kurze Beschreibung der Verschmutzung oder sprechen Sie direkt mit unserem Team. Wir prüfen Ihre Aufgabenstellung und empfehlen Ihnen eine passende Vorgehensweise.
Sprechen Sie mit unseren Experten!
Beispiel aus dem Kawasch-Alltag
Wenn hartnäckige Produktionsrückstände Maschinen verschmutzen
Ausgangssituation
An einer Produktionsanlage haben sich über längere Zeit hartnäckige Ablagerungen und Produktionsrückstände angesammelt. Eine klassische Nassreinigung war aufgrund der technischen Komponenten nur bedingt geeignet.
Die Aufgabe
Die Verschmutzungen sollten gezielt entfernt werden, ohne unnötige Feuchtigkeit oder zusätzliches Strahlmittel in die Anlage einzubringen.
Unsere Lösung
Nach Prüfung von Oberfläche und Verschmutzung wurde die Anlage gezielt mit Trockeneis bearbeitet. Auch schwer zugängliche Bereiche konnten dabei berücksichtigt werden.
Das Ergebnis
Die Verschmutzungen konnten entfernt werden. Da das Trockeneis beim Reinigungsvorgang gasförmig wird, entstand kein zusätzlicher Aufwand für die Entfernung des Strahlmediums.
FAQ: Häufig gestellte Fragen zum Trockeneisverfahren
Hier finden Sie Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um das Trockeneisverfahren.
Die Kosten hängen unter anderem von Größe, Verschmutzungsgrad, Zugänglichkeit und Zeitaufwand ab. Schicken Sie uns am besten Bilder und eine kurze Beschreibung Ihrer Anlage. So können wir den Aufwand deutlich besser einschätzen.
Das ist in vielen Fällen möglich. Gerade schwer zugängliche Bereiche können mit passenden Düsen erreicht werden. Ob eine Demontage notwendig ist, hängt jedoch immer von Aufbau und Verschmutzung der Maschine ab.
Je nach Oberfläche lassen sich unter anderem Öl, Fett, Trennmittel, Harze, Klebstoffreste, Ruß, Verkrustungen sowie Farb- und Produktionsrückstände entfernen.
Das hängt von der Aufgabenstellung ab. Trockeneis wird vor allem eingesetzt, wenn die Oberfläche möglichst wenig abrasiv behandelt werden soll und keine zusätzlichen Strahlmittelrückstände entstehen sollen. Soll dagegen gezielt Material abgetragen oder eine Oberfläche aufgeraut werden, kann Sandstrahlen geeigneter sein.
Da das Verfahren ohne zusätzliches Wasser arbeitet, kann es für bestimmte elektrische und technische Komponenten geeignet sein. Ob eine konkrete Anlage damit gereinigt werden kann, sollte jedoch immer vorab geprüft werden.
Viele Metall-, Kunststoff- und lackierte Oberflächen können mit Trockeneis behandelt werden. Entscheidend sind Material, Beschichtung und Temperaturempfindlichkeit. Bei sensiblen Oberflächen empfehlen wir eine Probefläche.
Nein, eine klassische Trocknungszeit wie bei der Nassreinigung entfällt. Das kann insbesondere bei Produktionsmaschinen und Anlagen ein Vorteil sein.
Das Trockeneis selbst hinterlässt keine festen Strahlmittelrückstände, da es beim Einsatz gasförmig wird. Entfernt werden müssen lediglich die gelösten Verschmutzungen.
Das lässt sich nicht pauschal beantworten. Größe der Anlage, Verschmutzung, Zugänglichkeit und gewünschtes Reinigungsergebnis bestimmen den Zeitaufwand. Anhand von Bildern können wir häufig bereits eine erste Einschätzung geben.
Je nach Anlage kann das Verfahren dazu beitragen, Stillstandszeiten zu reduzieren, da häufig weniger Demontage, Nachreinigung und Trocknungszeit erforderlich sind.